Eingangsrechnungen auf Korrektheit überprüfen

Betriebsprüfungen treffen Kleinunternehmen eher selten – statistisch gesehen im Schnitt nur alle 33 Jahre. Sie sollten sich dennoch nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen. Denn das gilt nur für die "großen" Prüfungen für alle Steuerarten. Wesentlich größer ist die Gefahr einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung, bei der nur die Umsatzsteuer geprüft wird. Dabei haben die Finanzämter speziell Gründer im Visier und Unternehmen mit hohen Vorsteuerabzügen. In rund Hunderttausend Sonderprüfungen erzielten die Prüfer im vergangenen Jahr 1,4 Mio. Euro zusätzliche Umsatzsteuer-Einnahmen (Mitteilung des Bundesfinanzministeriums, 30.5.2007).

Achten Sie bei Ihren Eingangsrechnungen peinlich genau darauf, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthalten sind, um bei solchen Prüfungen keine hohen Steuernachzahlungen leisten zu müssen. Bei Rechnungen ab 150 Euro sind folgende Angaben vorgeschrieben (§ 14 UStG Abs. 4)

  • Name + Anschrift des Leistenden
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Name + Anschrift des Kunden (= Leistungsempfänger)
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • einmalige, fortlaufende Rechnungsnummer
  • Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung (Monatsangabe)
  • Menge und Art der Lieferung oder Umfang und Art der sonstigen Leistung
  • (Netto-)Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung, ggf. nach Steuersätzen aufgeschlüsselt, ggf. abzüglich vereinbarter Preisminderungen
  • Auf das Netto-Entgelt entfallender Umsatzsteuersatz (ab 2007: 7 % oder 19 %) bzw. Hinweis auf Umsatzsteuerbefreiung
  • Auf das Netto-Entgelt entfallender Umsatzsteuer-Betrag

Analog, sollten Ihre Rechnungen, welche Sie z.B. mit "Rechung erstellen" verfassen können, diese Angaben enthalten.

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